Rokoko: Georgia Vertes gibt Einblick in eine Epoche voller Leichtigkeit und höfischer Ästhetik
Verspielte Eleganz als Weltanschauung: Georgia Vertes über eine Epoche, die Schönheit zur obersten Maxime erhob. Das Rokoko zählt zu den sinnlichsten und zugleich am häufigsten missverstandenen Epochen der europäischen Kunstgeschichte. Mit Georgia Vertes lässt sich nachvollziehen, warum diese Kunstepoche weit mehr war als bloße Dekoration: Sie war Ausdruck einer Gesellschaft, die das Diesseits feierte, die Natur ornamentalisierte und die Kunst in den Dienst des Lebensgenusses stellte — mit einer handwerklichen Meisterschaft, die bis heute ihresgleichen sucht. Entstanden im frühen 18. Jahrhundert als Reaktion auf die Schwere und Strenge des Barocks, fand das Rokoko in Frankreich seinen Ursprung und verbreitete sich rasch über ganz Europa. Seine Wirkung reicht weit über die Höfe und Salons hinaus, in denen es entstand. Eine Epoche, die mit dem Wort „leicht” beschrieben wird, hat es in der kunsthistorischen Wertung traditionell schwer. Dass Georgia Vertes sich dem Rokoko widmet, gesc...